Zum Hauptinhalt springen

Darum geht es bei der Gripen-Abstimmung

Das Schweizer Stimmvolk entscheidet am 18. Mai über den Kauf von 22 Gripen-Kampfjets.

daf
Die Auslieferung an die schwedische Luftwaffe verzögert sich weiter: Der Gripen E bei einer Präsentation in Schweden.
Die Auslieferung an die schwedische Luftwaffe verzögert sich weiter: Der Gripen E bei einer Präsentation in Schweden.
Keystone
Über die Kosten werde heftig debattiert: Armeechef André Blattmann inspiziert einen Gripen-Jet auf dem Militärflugplatz in Emmen. (17. Januar 2013)
Über die Kosten werde heftig debattiert: Armeechef André Blattmann inspiziert einen Gripen-Jet auf dem Militärflugplatz in Emmen. (17. Januar 2013)
Urs Flüeler, Keystone
Über diesen Kampfjet wurde abgestimmt: Mitarbeiter von Saab Technologies testen die Hydraulik eines noch unfertigen Gripen-Kampfflugzeugs. (25. März 2014)
Über diesen Kampfjet wurde abgestimmt: Mitarbeiter von Saab Technologies testen die Hydraulik eines noch unfertigen Gripen-Kampfflugzeugs. (25. März 2014)
Gaetan Bally, Keystone
Schliesslich legten 53,4 Prozent der Stimmenden ein Nein in die Urne, 46,6 Prozent sagten Ja: Präsentation des Kampfjets in Emmen.
Schliesslich legten 53,4 Prozent der Stimmenden ein Nein in die Urne, 46,6 Prozent sagten Ja: Präsentation des Kampfjets in Emmen.
Keystone
Das Stimmvolk hatte den Entscheid in der Hand: Testpilot und Gripen-Projektleiter Fabio Antognini hält ein Modell des Gripen-Flugzeugs. (27. Dezember 2013)
Das Stimmvolk hatte den Entscheid in der Hand: Testpilot und Gripen-Projektleiter Fabio Antognini hält ein Modell des Gripen-Flugzeugs. (27. Dezember 2013)
Peter Klaunzer, Keystone
Die Befürworter des Gripen-Kaufs sahen sich durch die Situation in der Ukraine bestätigt: Ein Gripen-Jet.
Die Befürworter des Gripen-Kaufs sahen sich durch die Situation in der Ukraine bestätigt: Ein Gripen-Jet.
Michael Buholzer, Reuters
Keine neuen Kampfjets für die Schweiz: Ein Kampfflugzeug des Typs Gripen C wird auf dem Flugplatz Emmen für einen Testflug vorbereitet. (10. April 2013)
Keine neuen Kampfjets für die Schweiz: Ein Kampfflugzeug des Typs Gripen C wird auf dem Flugplatz Emmen für einen Testflug vorbereitet. (10. April 2013)
Urs Flüeler, Keystone
Die Schweizer Luftwaffe sollte künftig auch ausserhalb der Bürozeiten einsatzbereit sein: Ein Gripen-F-Demonstrator-Kampfjet während einer Flugshow der Schweizer Luftwaffe in Axalp. (11. Oktober 2012)
Die Schweizer Luftwaffe sollte künftig auch ausserhalb der Bürozeiten einsatzbereit sein: Ein Gripen-F-Demonstrator-Kampfjet während einer Flugshow der Schweizer Luftwaffe in Axalp. (11. Oktober 2012)
Peter Klaunzer, Keystone
Letztlich erfolgloser Verfechter des Gripen: Bundesrat Ueli Maurer wirbt in Bern für ein Ja zum Gripen. Die Abstimmung fand am 18. Mai 2014 statt. (11. Februar 2014)
Letztlich erfolgloser Verfechter des Gripen: Bundesrat Ueli Maurer wirbt in Bern für ein Ja zum Gripen. Die Abstimmung fand am 18. Mai 2014 statt. (11. Februar 2014)
Lukas Lehmann, Keystone
25 zu 17 Stimmen: Die bürgerlichen Ständeräte während der Abstimmung zur Beschaffung des Gripen-Kampfflugzeugs. (5. März 2013)
25 zu 17 Stimmen: Die bürgerlichen Ständeräte während der Abstimmung zur Beschaffung des Gripen-Kampfflugzeugs. (5. März 2013)
Lukas Lehmann, Keystone
Erzfeind der Armee: Jo Lang, Vorstand Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA), lanciert das Referendum gegen die Beschaffung des Kampfflugzeugs Gripen. (8. Oktober 2013)
Erzfeind der Armee: Jo Lang, Vorstand Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA), lanciert das Referendum gegen die Beschaffung des Kampfflugzeugs Gripen. (8. Oktober 2013)
Lukas Lehmann, Keystone
Die Gripen-Gegner: Lena Frank, Co-Präsidentin Junge Grüne Schweiz, Adèle Thorens, Co-Präsidentin Grüne Schweiz, Evi Allemann, Nationalrätin SP, Marius Achermann, Präsident CSP, Jo Lang, Vorstand Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA), und Charlotte Gabriel, Vizepräsidentin Juso. (8. Oktober 2013)
Die Gripen-Gegner: Lena Frank, Co-Präsidentin Junge Grüne Schweiz, Adèle Thorens, Co-Präsidentin Grüne Schweiz, Evi Allemann, Nationalrätin SP, Marius Achermann, Präsident CSP, Jo Lang, Vorstand Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA), und Charlotte Gabriel, Vizepräsidentin Juso. (8. Oktober 2013)
Lukas Lehmann, Keystone
1 / 14

Worum es geht Bundesrat und Parlamentsmehrheit wollen 22 Gripen E (Einsitzer) für 3,126 Milliarden Franken beschaffen. Weitere 3 Mia. wird der Betrieb der Gripen während 30 Jahren kosten. Die neuen Jets sollen die 54 in die Jahre gekommenen Tiger F-5 ablösen, die voraussichtlich nach dem WEF 2016 ausser Betrieb genommen werden müssen. Gegen die Beschaffung wurde das Referendum ergriffen. Konkret geht es am 18. Mai um den Gripen-Fonds, in den bis 2024 jährlich 300 Millionen für die Beschaffung einbezahlt werden. Laut der Vereinbarung mit dem Gripen-Hersteller Saab soll die Schweizer Industrie Gegenaufträge im Wert von 2,5 Mia. erhalten. Wird der Vorlage zugestimmt, kann der erste Gripen voraussichtlich 2018 an die Schweiz ausgeliefert werden.

Die Befürworter und ihre Argumente Bundesrat, bürgerliche Parteien und sämtliche Armee- und Schützenverbände unterstützen die Vorlage. Sie argumentieren, dass die Schweiz eine vom Volk gewollte Armee habe. Und eine Armee ohne Luftwaffe mache keinen Sinn. Die 54 F-5 Tiger müssen ersetzt werden. 22 Gripen seien das absolute Minimum, das die Schweiz zur Sicherung ihres Luftraums benötige. Mit dem geplanten Kauf von 36 Jets durch Brasilien hat sich soeben ein weiteres Land für den Gripen entschieden.

Die Gegner und ihre Argumente SP, Grüne und GSoA haben erfolgreich das Referendum ergriffen. Sie argumentieren, dass über die gesamte Betriebsdauer mindestens 10 Milliarden Franken für die Jets ausgegeben werden. Dieses Geld fehle anderswo: bei der Bildung, im öffentlichen Verkehr, bei der AHV. Die Schweiz habe zudem mit den bestehenden 33 F/A-18 eine stark überdimensionierte Luftwaffe. Es existiert auch ein (nicht sonderlich aktives) bürgerliches Komitee gegen den Gripen, das vor allem von GLP-Leuten getragen wird.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch