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Darum misstraut Eritrea der Schweiz

Die Schweiz kritisiere die eritreische Regierung zu scharf, sagt Honorarkonsul Toni Locher. Das sei ein Fehler, denn Gespräche über Rückführungen wären möglich.

«Die Schweiz müsste doch ein Interesse an einem guten Einvernehmen mit Eritrea haben», sagt Toni Locher. Foto: Giorgia Müller
«Die Schweiz müsste doch ein Interesse an einem guten Einvernehmen mit Eritrea haben», sagt Toni Locher. Foto: Giorgia Müller

«Eritrea ist eine Diktatur, ein Unrechts- und Willkürstaat.» Justizministerin Simonetta Sommaruga wählte scharfe Worte, als sie Anfang August gegenüber Journalisten begründete, warum die Schweiz keine Flüchtlinge in das ostafrikanische Land zurückschickt. «Eritrea ist nicht bereit für einen Migrationsdialog», doppelte Eduard Gnesa, Sonderbotschafter für Migration, im TA nach. Die Schweiz könne kein Rückübernahmeabkommen abschliessen, solange unklar sei, was mit den Flüchtlingen nach deren Rückkehr in die Heimat geschehe. Nicht einmal das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) habe Zugang zu den eritreischen Gefängnissen. Und Haft würde den meisten Heimkehrern drohen, weil sie den jahrelangen Nationaldienst nicht beendet haben.

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