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Das Asylheim auf dem Sondermüll

Der Bund will auf einer ehemaligen Chemiemülldeponie im Baselbiet das grösste Flüchtlingszentrum der Schweiz betreiben. Dabei ist nicht klar, ob vom Gift im Boden noch eine Gefahr ausgeht.

Alan Cassidy Muttenz BL
Zehntausende Tonnen Chemiemüll im Untergrund: Die ehemalige Deponie Feldreben in Muttenz. Foto: Juri Junkov
Zehntausende Tonnen Chemiemüll im Untergrund: Die ehemalige Deponie Feldreben in Muttenz. Foto: Juri Junkov

Idyllisch ist an diesem Ort nur der Name. Feldreben heisst das Gebiet in Muttenz, das zwischen Bahngleisen und Ge­werbebauten liegt. Früher schüttete hier die Basler Chemie unkontrolliert ihre Abfälle in eine Grube, die Fässer nahm man jeweils wieder mit. Zwischen 15 000 und 25 000 Tonnen Chemiemüll lagern im Boden. Bis 1967 diente das ­Gelände als Deponie für Bauschutt und Hauskehricht. Danach wurde das Gelände planiert, Transportfirmen zogen Bauten hoch. Lange Zeit sprach man kaum mehr über das, was unter dem ­Beton lag. Die Firmen sind inzwischen verschwunden, das Areal liegt brach. Denn eigentlich sollte die Deponie längst ­saniert werden – eigentlich.

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