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Das Comeback der Parteipresse

Mit Peter Keller hat das eidgenössische Parlament nach einem vierjährigen Unterbruch wieder einen Politjournalisten. Rollenkonflikte sind bei der Doppelfunktion programmiert.

Mit dem gestern gewählten Nidwaldner SVP-Nationalrat Peter Keller (rechts) sitzt nach vierjährigem Unterbruch wieder ein Politjournalist im eidgenössischen Parlament. Der bisher letzte war Jacques-Simon Eggly (links).
Mit dem gestern gewählten Nidwaldner SVP-Nationalrat Peter Keller (rechts) sitzt nach vierjährigem Unterbruch wieder ein Politjournalist im eidgenössischen Parlament. Der bisher letzte war Jacques-Simon Eggly (links).
Keystone
Eggly (Liberale, GE), hier mit Bundesrat Samuel Schmid, war für die Politberichterstattung von «Le Temps» zuständig und sass für die Liberalen 24 Jahre lang im Nationalrat. 2007 trat er zurück.
Eggly (Liberale, GE), hier mit Bundesrat Samuel Schmid, war für die Politberichterstattung von «Le Temps» zuständig und sass für die Liberalen 24 Jahre lang im Nationalrat. 2007 trat er zurück.
Keystone
1968 begannen sich die Medien von den Parteien zu emanzipieren, die Zahl der Journalisten im Parlament nahm radikal ab. Parlamentarier, die für grössere Zeitungen über Politik berichten, würden weiterhin die Ausnahme bleiben, sagt Medienwissenschaftler Roger Blum.
1968 begannen sich die Medien von den Parteien zu emanzipieren, die Zahl der Journalisten im Parlament nahm radikal ab. Parlamentarier, die für grössere Zeitungen über Politik berichten, würden weiterhin die Ausnahme bleiben, sagt Medienwissenschaftler Roger Blum.
Keystone
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Es war 1968, als sich die Parteizeitungen in der Schweiz von ihren Geld- und Themengebern zu emanzipieren begannen. Bis dahin war es normal, dass Chef- und andere Redaktoren namhafter Zeitungen im eidgenössischen Parlament sassen. Ab den Siebzigerjahren wurden die Vertreter derer, die Politik betrieben und selber darüber berichteten, rar.

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