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Das Comeback des Gedemütigten

Der frühere Bundesanwalt Erwin Beyeler meldet sich fünf Jahre nach seiner Abwahl durch die Vereinigte Bundesversammlung zurück.

Er hat die Vergangenheit noch nicht ad acta gelegt: Ex-Bundesanwalt Erwin Beyeler. Foto: Keystone
Er hat die Vergangenheit noch nicht ad acta gelegt: Ex-Bundesanwalt Erwin Beyeler. Foto: Keystone

Selten musste jemand im Nationalratssaal eine grössere Schmach hinnehmen als Erwin Beyeler am 15. Juni 2011. Die Vereinigte Bundesversammlung war zusammengetreten, um den Bundesanwalt für die nächsten vier Jahre zu bestimmen. Zur Wiederwahl stellte sich FDP-Mann Beyeler. Da trat Christoph Mörgeli ans Rednerpult. Ohne Manuskript zog der SVP-Nationalrat gegen den Bundesanwalt vom Leder, warf ihm Versagen im Amt vor und forderte dazu auf, Beyeler vom Wahlzettel zu streichen. Der Bundesanwalt sass auf der hintersten Reihe der Zuschauertribüne und verfolgte die verbale Hinrichtung mit versteinerter Miene. Schliesslich fehlten fünf Stimmen zur Wiederwahl. FDP-Fraktionschefin Gabi Huber führte den Abgewählten durch den Medienpulk ins Freie. Dort zog Beyeler alleine weiter, irrte gedankenverloren über die Bundeshausterrasse.

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