Zum Hauptinhalt springen

Das Dilemma der Grünen

Heute stimmt der Nationalrat über den Atomausstieg ab. Wenn die Mitte-links-Allianz an dieser Frage zerbricht, ist die gesamte Energiestrategie in Gefahr.

Heikle Konstellation: Ohne Atomausstieg könnten die Grünen der gesamten Energiestrategie ihre Unterstützung entziehen.
Heikle Konstellation: Ohne Atomausstieg könnten die Grünen der gesamten Energiestrategie ihre Unterstützung entziehen.
Peter Klaunzer, Keystone

Am Nachmittag stimmt das Parlament darüber ab, wann und wie die Schweiz die Atomkraftwerke vom Netz nehmen wird. Zur Debatte steht der Mehrheitsantrag der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (Urek), der verlangt, dass die AKW nach 40 Jahren nur weiter betrieben werden dürfen, wenn die Atomaufsichtsbehörde Ensi ein Langzeitbetriebskonzept bewilligt. Energieministerin Doris Leuthard (CVP) will zudem das bundesrätliche Konzept propagieren, bei dem auf zusätzliche Regelungen verzichtet wird. So würde es dem Ensi überlassen, wie lang ein AKW laufen darf – was faktisch auf den Verzicht eines Ausstiegs hinausliefe. Ferner liegen Anträge vor, die die Laufzeit von Atomkraftwerken auf eine maximale Dauer beschränken wollen. Deren Chancen gelten allerdings als bescheiden.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.