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«Das Ende der BDP ist absehbar, sie hat kein eigenes Profil»

Die Abwahl von Christoph Blocher als Bundesrat war für seine Präsidentschaft wegweisend sagt Noch-SVP-Präsident Toni Brunner.

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Toni Brunner möchte sich «wieder vermehrt auf die politische Arbeit als Nationalrat sowie seinen eigenen Landwirtschaftsbetrieb konzentrieren», heisst es in einer SVP-Mitteilung zum Rücktritt des Parteipräsidenten. Hier ist er im Heustock seines Hofes bei Wattwil zu sehen. (9. Juli 2008)
Toni Brunner möchte sich «wieder vermehrt auf die politische Arbeit als Nationalrat sowie seinen eigenen Landwirtschaftsbetrieb konzentrieren», heisst es in einer SVP-Mitteilung zum Rücktritt des Parteipräsidenten. Hier ist er im Heustock seines Hofes bei Wattwil zu sehen. (9. Juli 2008)
Gaetan Bally, Keystone
Ein historischer und bewegender Moment für Brunner: Der St. Galler wird als jüngstes Mitglied zum neuen Nationalrat während der Wintersession der Räte in Bern vereidigt. (4. Dezember 1995)
Ein historischer und bewegender Moment für Brunner: Der St. Galler wird als jüngstes Mitglied zum neuen Nationalrat während der Wintersession der Räte in Bern vereidigt. (4. Dezember 1995)
Keystone
Im Bundeshaus: Der junge SVP-Nationalrat bei einem Rundgang durch das Bundeshaus. Man schreibt das Jahr 1996.(15. Januar 1996)
Im Bundeshaus: Der junge SVP-Nationalrat bei einem Rundgang durch das Bundeshaus. Man schreibt das Jahr 1996.(15. Januar 1996)
Karl-Heinz Hug, Keystone
Auch junge Nationalräte haben Hunger: Brunner verspeist im Café Fédéral auf dem Bundespaltz in Bern eine klassische Bratwurst. Die Zwiebeln dürfen nicht fehlen. (15. Januar 1996)
Auch junge Nationalräte haben Hunger: Brunner verspeist im Café Fédéral auf dem Bundespaltz in Bern eine klassische Bratwurst. Die Zwiebeln dürfen nicht fehlen. (15. Januar 1996)
Karl-Heinz Hug, Keystone
Der 1974 in Wattwil geborene SVP-Politiker und Landwirt gründete 1992 die SVP des Kantons St. Gallen mit.
Der 1974 in Wattwil geborene SVP-Politiker und Landwirt gründete 1992 die SVP des Kantons St. Gallen mit.
Gaetan Bally, Keystone
Von 1993 bis 1998 war Brunner Präsident der SVP Obertoggenburg. 1995 wurde er mit nur 21 Jahren in den Nationalrat gewählt. Bis 2015 wurde er fünf Mal wiedergewählt.
Von 1993 bis 1998 war Brunner Präsident der SVP Obertoggenburg. 1995 wurde er mit nur 21 Jahren in den Nationalrat gewählt. Bis 2015 wurde er fünf Mal wiedergewählt.
Ennio Leanza, Keystone
Von 1998 bis 2008 war Toni Brunner SVP-Präsident des Kantons St. Gallen, und von 2000 bis 2008 Vizepräsident der SVP Schweiz. 2008 trat er die Nachfolge von Ueli Maurer als SVP-Parteipräsident an.
Von 1998 bis 2008 war Toni Brunner SVP-Präsident des Kantons St. Gallen, und von 2000 bis 2008 Vizepräsident der SVP Schweiz. 2008 trat er die Nachfolge von Ueli Maurer als SVP-Parteipräsident an.
Steffen Schmidt, Keystone
Bei seiner Kandidatur für den Ständerat im Jahr 2007 landete Toni Brunner nur auf dem dritten Platz. Auch 2011 scheiterte seine Kandidatur für den Ständerat.
Bei seiner Kandidatur für den Ständerat im Jahr 2007 landete Toni Brunner nur auf dem dritten Platz. Auch 2011 scheiterte seine Kandidatur für den Ständerat.
Peter Klaunzer, Keystone
Konzentriert und mit kühlem Blick am Rednerpult: Brunner spricht an der Delegiertenversammlung der SVP im Churer Eisstadion. (22. August 2009)
Konzentriert und mit kühlem Blick am Rednerpult: Brunner spricht an der Delegiertenversammlung der SVP im Churer Eisstadion. (22. August 2009)
Ennio Leanza, Keystone
Optimismus und Fröhlichkeit wird gross geschrieben: Brunner mit Parteikollegen anlässlich der SVP-Delegiertenversammlung im November 2013 in Reiden. (23. November 2013)
Optimismus und Fröhlichkeit wird gross geschrieben: Brunner mit Parteikollegen anlässlich der SVP-Delegiertenversammlung im November 2013 in Reiden. (23. November 2013)
Urs Flüeler, Keystone
Gemütlichkeit muss sein, vor allem in der Volkspartei – Brunner als Kapitän der MS Thurgau mit Fraktionschef Adrian Amstutz (l.) und Bundesrat Ueli Maurer während des Fraktionsauflugs der SVP im Juni des vergangenen Jahres. (10. Juni 2015)
Gemütlichkeit muss sein, vor allem in der Volkspartei – Brunner als Kapitän der MS Thurgau mit Fraktionschef Adrian Amstutz (l.) und Bundesrat Ueli Maurer während des Fraktionsauflugs der SVP im Juni des vergangenen Jahres. (10. Juni 2015)
Gian Ehrenzeller, Keystone
Parteipräsident Brunner, Vize Christoph Blocher sowie Wahlkampfleiter Albert Rösti (v. l.) singen insbrünstig die Nationalhymne vor der SVP-Delegiertenversammlung im August 2015 in St. Luziensteig. An den Wahlen im Oktober schlägt die Partei zu. (22. August 2015)
Parteipräsident Brunner, Vize Christoph Blocher sowie Wahlkampfleiter Albert Rösti (v. l.) singen insbrünstig die Nationalhymne vor der SVP-Delegiertenversammlung im August 2015 in St. Luziensteig. An den Wahlen im Oktober schlägt die Partei zu. (22. August 2015)
Gian Ehrenzeller, Keystone
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Im Interview mit der «SonntagsZeitung» erklärt der überraschend abtretende SVP-Präsident Toni Brunner zu seinem Rücktritt, er wolle wieder «etwas mehr Feiräume haben und mich auf mein Nationalratsmandat konzentrieren». Und er sagt, Parteivordenker Christoph Blocher sei von seinem Abgang nicht begeistert gewesen. Gegenüber dem «Sonntagsblick» erklärte Blocher allerdings auch, dass er selbst im April nicht mehr als SVP-Vizepräsident sein werde. Damit gibt Blocher sein letztes politisches Mandat ab.

Mit dem Berner Albert Rösti, den die Parteileitung als neuen Parteichef vorschlägt, stehe aber ein hervorragender Kandidat in den Startlöchern. Rösti sei auch sein Wunschkandidat. Ausser ihm habe man niemanden in der SVP angefragt, ob er Brunners Nachfolge antreten will.

Abstimmung über Asylreform kommt im Sommer

Toni Brunner droht im Interview mit einer Initiative zur Kündigung der Personenfreizügigkeit, falls der Bundesrat tatsächlich eine wirkungslose Schutzklausel einführen wolle. Zudem kündigt er an, dass das Asylreferendum zustande gekommen sei und kommenden Donnerstag bei der Bundeskanzlei eingereicht werde. «Im Sommer kann das Volk über die Gratisanwälte für Asylsuchende abstimmen», freut sich Brunner.

Als grösste Niederlage wertet Toni Brunner die Abwahl Christoph Blochers als Bundesrat. Sie sei «wegweisend» für ihn gewesen. Bei der Abspaltung der BDP handle es sich um den Wegfall eines Teils der Partei, «der nie zu uns gepasst hat». Und weiter sagt er zur Kleinpartei: «Das Ende der BDP ist absehbar, sie hat kein eigenes Profil.»

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