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Das marode Machtzentrum der Fifa

Sollte die Zeit des Schweizer Fifa-Präsidenten Sepp Blatter bald zu Ende sein, kommen als Nachfolger nur Funktionäre mit zweifelhaftem Ruf infrage.

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Es ist ein Heimspiel für beide an diesem Tag in Kairo im April 2015. Bis dieser Störenfried fragt: «Herr Blatter, wie wollen Sie bei der Fifa Reformen und Veränderungen erreichen – mit Leuten wie Issa Hayatou im Exekutivkomitee?»

Es ist ein ARD-Reporter, der diese Frage stellt bei der Versammlung der afrikanischen Fussballkonföderation CAF. Blatter und Hayatou sitzen zusammen auf dem Podium. Hayatou hat 2011 vom Internationalen Olympischen Komitee, dem er ebenfalls angehört, einen Verweis kassiert wegen Verdachts auf Korruption. Sein Name tauchte ihm Rahmen des Konkurses der ISL auf, einer Marketingfirma, die mit Sportrechten handelte. Dokumentiert sind Bestechungszahlungen von insgesamt 142 Millionen Franken, davon hat Hayatou 24 700 Franken kassiert. Der CAF-Präsident aus Kamerun steht auch im Verdacht, grosszügige Geschenke ange­nommen zu haben, wenn seine Stimme besonders wichtig war. Zum Beispiel bei den Fifa-Präsidentschafts­wahlen. Oder bei der Vergabe von Fussball-Weltmeisterschaften. Hayatou wird mit einer 1,5-Millionen-Dollar-Zahlung von Katar in Verbindung gebracht.

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