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«Das Opfer überkommt oft eine Todesangst»

Das Gesetz erachtet nur einen kleinen Teil der sexuellen Übergriffe als Vergewaltigungen. Psychotherapeutin Kathrin Schmuckli erklärt, zu welchen Problemen dies bei Opfern führen kann.

Sexuelle Übergriffe werden im Schweizer Strafrecht zu sehr verharmlost, sagen Kritiker. Foto: Alamy
Sexuelle Übergriffe werden im Schweizer Strafrecht zu sehr verharmlost, sagen Kritiker. Foto: Alamy

Kathrin Schmuckli, die Straftat Vergewaltigung ist in der Schweiz enger gefasst als in anderen Ländern. Führt dies zu Nachteilen für die Opfer sexueller Übergriffe?

Ja, und zwar für weibliche und für männliche Opfer. Für Männer ist es oft nur schon verwirrend zu erfahren, dass sie gar nicht als Betroffener einer Vergewaltigung gelten können. Sie empfinden es als zusätzliche Verharmlosung, dass sie bei einem vergleichbaren Leid nur sexuelle Nötigung geltend machen können. Bei weiblichen Opfern beobachten wir zuweilen, dass sie sich nicht mehr an Details des Übergriffs erinnern und deshalb teilweise gar nicht wissen, ob und wie sie der Mann mit dem Penis penetrierte.

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