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Das Parteibuch der Richter entscheidet mit

In der Schweiz bekennen sich die meisten Richterinnen und Richter zu einer Partei. Das sei nicht nur schlecht.

Janine Hosp
Flüchtlinge können am Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen Beschwerde einreichen, wenn sie mit ihrem Asylentscheid nicht einverstanden sind. Bild: Keystone
Flüchtlinge können am Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen Beschwerde einreichen, wenn sie mit ihrem Asylentscheid nicht einverstanden sind. Bild: Keystone

Gelangt ein Flüchtling an das Bundesverwaltungsgericht, weil sein Asylgesuch abgelehnt wurde, hängt seine Zukunft nicht nur von seiner Vergangenheit ab respektive von seiner Vorgeschichte. Sie hängt auch davon ab, welcher Partei die Richterinnen und Richter angehören. Bekennen sie sich mehrheitlich zu bürgerlichen Parteien, können die Chancen des Flüchtlings sinken, in der Schweiz zu bleiben: Eine Auswertung des «Tages-Anzeigers»zeigt, dass bürgerliche Richter bis zu dreimal öfter Beschwerden von Asylsuchenden ablehnen als andere.

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