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«Das Problem der Schweiz ist ihr Dünkel»

Sie kamen als Flüchtlinge: Autorin Irena Brežná (66) nach dem Einmarsch der Sowjetunion in die Tschechoslowakei, Zahnarzt Blend Hamza (31) aus Syrien. Beide haben Mühe mit der Schweiz.

Nach ihrer Flucht in der Schweiz gelandet und immer wieder mit Widerständen konfrontiert: Irena Brežná und Blend Hamza. Foto: Sabina Bobst
Nach ihrer Flucht in der Schweiz gelandet und immer wieder mit Widerständen konfrontiert: Irena Brežná und Blend Hamza. Foto: Sabina Bobst

Frau Brežná, wie war Ihr erster Eindruck von der Schweiz?

Irena Brežná: Ich war befremdet, wie konservativ die Schweiz war, und die Stellung der Frau in der Gesellschaft fand ich erniedrigend. Wenn ich an der Uni in Basel nur den Mund aufmachte, staunten die Kommilitonen, oha, eine Frau, die redet. Es gab kaum Studentinnen. Auch an privaten Anlässen hatten nur Männer das Wort. Aber ich war sowieso die ganze Zeit traurig darüber, was mit der Tschechoslowakei geschah. Ich hatte nicht vor, zu emigrieren, sondern mich für mein Land einzusetzen.

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