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Das Revival der Saisonniers

Einst arbeiteten Tausende Ausländer einige Monate auf Bau oder Feld, ehe sie das Land wieder verlassen mussten. Eine Mitte-rechts-Allianz will dieses Modell neu aufleben lassen.

Feldarbeiter aus Polen, Nordafrika und der Schweiz auf einer Plantage der Jucker Farmart AG.
Feldarbeiter aus Polen, Nordafrika und der Schweiz auf einer Plantage der Jucker Farmart AG.
Gëtan Bally, Keystone

Die Schweiz ist nicht nur mit Banken und Schokolade berühmt geworden. Auch das sogenannte Saisonnierstatut war über Jahrzehnte eine international beachtete Schweizer Spezialität – freilich eine hoch umstrittene. Sein Zweck bestand darin, dem Bau, der Landwirtschaft und dem Tourismus genügend Arbeitskräfte zuzuhalten und gleichzeitig die Zahl der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung tief zu halten: Nach spätestens neun Monaten mussten die Saisonniers die Schweiz verlassen; mindestens drei Monate pro Jahr hatten sie ausser Landes zu verbringen. Dem Modell werde «Unmenschlichkeit» vorgeworfen, hielt der Bundesrat 1991 in einem Bericht zur Ausländerpolitik fest. Aufgegeben wurde es schliesslich Anfang der Nullerjahre, im Zuge der bilateralen Verhandlungen mit der EU.

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