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Das Schwarzpeter-Spiel mit den Migranten

Der Nachtzug von Venedig nach Paris ist bei vielen Migranten beliebt. Beim Halt in Brig steigen in der Nacht auch Schweizer Grenzwächter zu. Und senden viele zurück.

«Schweizer Zoll! Douane suisse!» rufen die Grenzwächter und treten in die Abteile ein. Wer keine gültigen Dokumente hat, muss den Zug in Brig verlassen. Bild: Adrian Streun
«Schweizer Zoll! Douane suisse!» rufen die Grenzwächter und treten in die Abteile ein. Wer keine gültigen Dokumente hat, muss den Zug in Brig verlassen. Bild: Adrian Streun

Es ist Mittwoch, eine Stunde nach Mitternacht. Der Bahnhof Brig ist menschenleer. Auf dem Perron bläst ein eisiger Wind. Hauptmann Patrick Benz empfängt uns und führt uns zu den hellen, schlichten Räumlichkeiten des Grenzwachtkorps.

In dieser Nacht gewährt er Einblick in seine schwierige Arbeit an der Schweizer Südgrenze im Wallis. Der gross gewachsene, 41-jährige Mann strahlt Autorität aus. Als Chef des Fachbereichs Migration des Schweizer Grenzwachtkorps (GWK) ist er derzeit eine gefragte Person. «Nehmen Sie einen Kaffee und Schokoladebiskuits? Die Nacht wird sehr hart, und man sollte sich stärken», warnt er und lächelt.

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