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«Das Schweizer Volk ist nicht so dumm, dass es sich blenden lassen würde»

Der Grüne Bastien Girod ist einer der wenigen Parlamentarier ausserhalb der SVP, der sich für die Volkswahl des Bundesrats ausspricht. Für die SVP könnte die Initiative allerdings zum Bumerang werden, glaubt er.

«Würde das Volk einen Kandidaten nicht wählen, würde dieser Entscheid von allen akzeptiert»: Nationalrat Bastien Girod (Grüne, ZH).
«Würde das Volk einen Kandidaten nicht wählen, würde dieser Entscheid von allen akzeptiert»: Nationalrat Bastien Girod (Grüne, ZH).
Keystone

Herr Girod, Sie haben heute im Nationalrat für die Volkswahl des Bundesrats votiert – für ein Anliegen der SVP. Was stört Sie am heutigen System der Bundesratswahl? Das Problem ist der quasi starre Parteienproporz. Die Parteien portieren ihre Kandidaten und kommen meistens damit durch. Mit diesem Diktat schaffen es mehr Hardliner in das Gremium, als es mit einer Volkswahl der Fall wäre. Das aktuelle Beispiel dafür ist Ueli Maurer. Dieser hätte in einer Majorzwahl kaum eine Chance gehabt. Das zeigten die Ständeratswahlen im Kanton Zürich, die einige Monate vor seiner Wahl in den Bundesrat stattgefunden hatten.

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