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Das sind die bekanntesten Bundesräte

Bundesratsmitglieder wie Eveline Widmer-Schlumpf oder Ueli Maurer konnten ihre Bekanntheit im Volk in diesem Jahr deutlich steigern. Nur bei einem ihrer Kollegen stagnieren die Umfragewerte.

Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf ist die in der Bevölkerung bekannteste Vertreterin des Bundesrates. Das ergab eine Umfrage des «SonntagsBlick». Die Bündnerin liegt vor Doris Leuthard und Ueli Maurer. Alain Berset liegt in der Umfrage auf dem letzten Platz.

Der Bekanntheitsgrad stieg innerhalb eines Jahres für fünf der sieben Magistraten markant. Widmer-Schlumpf wurde in der Umfrage von 78 Prozent der Befragten genannt. Das ist ein Plus von 28 Prozentpunkten innert Jahresfrist, wie der «SonntagsBlick» schreibt.

Berset in der Romandie deutlich bekannter

Doris Leuthard geniesst ebenfalls grosse Bekanntheit in der Bevölkerung: Sie wurde von 74 Prozent der Befragten genannt. Dieser Wert liegt 20 Prozentpunkte über jenem der Befragung vor einem Jahr. Verteidigungsminister Ueli Maurer kommt auf 67 Prozent ( 24 Prozentpunkte), gefolgt von Simonetta Sommaruga mit 59 Prozent (19 Prozentpunkte) und Aussenminister Didier Burkhalter mit 57 Prozent ( 21 Prozentpunkte).

Volkswirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann kommt auf 54 Prozent, immerhin ein Plus von 8 Prozentpunkten. Der im letzten Dezember gewählte Freiburger Alain Berset ist seit Anfang Jahr Innenminister. Dabei ist er, glaubt man der Umfrage, in der Bevölkerung noch wenig bekannt. Er kommt auf 41 Prozent der Nennungen.

In der Romandie liegt dieser Wert bei 46 Prozent, während er bei den Befragten in der Deutschschweiz lediglich 39 Prozent beträgt. Die Umfrage bei 1023 Personen in der West- und der Deutschschweiz wurde vom Institut Isopublic durchgeführt.

Schneider-Ammann «erstaunlich unbekannt»

Für Widmer-Schlumpf sei das Ergebnis eine gute Nachricht, sagen Studienleiter Matthias Kappeler und Polit-Geograf Michael Hermann übereinstimmend. Denn ein hoher Bekanntheitsgrad sei ein starkes Indiz für grosse Beliebtheit. Widmer-Schlumpf, Leuthard, Maurer, Sommaruga und Burkhalter nützten den Rückenwind des Wahlherbstes offenbar voll aus – der gab ihrer Popularität einen massiven Schub. Zu denken geben muss das Resultat dem Wirtschaftsminister: Trotz Euro- und Frankenkrise ist der 2010 gewählte Schneider-Ammann im Volk erstaunlich unbekannt. Nicht sehr erstaunlich ist gemäss den Experten das Resultat des Amtsjüngsten, Alain Berset.

«SonntagsBlick» publiziert zudem die neuste Erhebung zum Image von Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf. Auf einer Skala von 1 bis 6 geben ihr die Schweizerinnen und Schweizer die Gesamtnote 4,39. Diese ist zwar tiefer als jene ihrer drei Vorgänger Calmy-Rey (2011), Leuthard (2010) und Merz (2009), aber um einiges besser als jene Pascal Couchepins (2008).

Auf der Rangliste der Bundespräsidenten seit 1988 liegt Widmer-Schlumpf mit ihrem Resultat auf Platz 16. Rang 1 hält Flavio Cotti (1991). Den letzten Rang hält Joseph Deiss (2004).

SDA/rbi/mrs

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