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«Das Tessin droht zum Katalonien der Schweiz zu werden»

Der Südkanton fühle sich seit Jahrzehnten nicht verstanden von der Restschweiz, sagt der Politologe Oscar Mazzoleni. Ein Nein zur zweiten Gotthardröhre würde den Regionalismus fördern.

Die Idylle trügt – das Tessin fühlt sich nicht wahrgenommen: Blick auf Lugano.
Die Idylle trügt – das Tessin fühlt sich nicht wahrgenommen: Blick auf Lugano.

Bei der Abstimmung zur zweiten Gotthardröhre geht es für viele Tessiner Unternehmen um die Existenz: In der Leventina fürchten die Firmen, dass ihr Geschäft zum Erliegen käme, wenn die Verkehrsader durch den Gotthard für Jahre gekappt würde. Das hat Redaktion Tamedia heute in einer Reportage aufgezeigt. Würde das Volk am 28. Februar die zweite Röhre ablehnen – und das Tessin damit nach Lesart vieler Tessiner vom Rest der Schweiz abschneiden –, dann würde dies im Südkanton als neuster Beweis für das Desinteresse des übrigen Landes gewertet. Das sagt der Tessiner Politologe Oscar Mazzoleni, der ein Buch zum Tessiner Sonderfall verfasst hat. Er ist Professor an der Universität Lausanne.

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