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Daten vor Putin schützen

Die Datenlieferung in die USA ist sicher­lich weniger bedenklich als jene nach Russland.

Jetzt wollen auch die Russen von der Swiss die Daten ihrer Passagiere – genauso wie vor ihnen die Ameri­kaner. Denen liefern die Airlines seit einiger Zeit bei der Einreise oder beim Überfliegen ihres Territoriums alle möglichen Daten: einerseits sämt­liche Reisepassdetails, die sogenannten API-Daten, andererseits alle anderen Angaben, die wir beim Buchen preisgeben, wie Kreditkartendetails, E-Mail-Adressen und Telefonnummern – PNR-Daten genannt.

Ach, was solls, könnte man finden. Geben wir den Russen die gleiche Einsicht in unser Leben wie den Amerikanern. Ist ja egal bei all den Datenspuren, die wir im Alltag sowieso hinterlassen. Doch dieser Versuchung bequemer Resignation sollten wir widerstehen. Aus mehreren Gründen: Erstens ist es ärgerlich ­genug, dass die USA die Macht haben, Airlines dazu zu zwingen, auch Daten zu liefern, die nicht zwingend erscheinen für ihre Terrorbekämpfung – etwa bei Passagieren, die das Land nur überfliegen.

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