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Jeder zehnte Arzt verletzt die Schweigepflicht

Eine Umfrage von Redaktion Tamedia zeigt, dass etliche Ärzte Patientendaten nicht verschlüsseln. Sie verletzen somit gleich reihenweise das Arztgeheimnis und machen sich strafbar.

«Es ist mir nicht wohl», sagt der Kardiologe Steffen Gloekler. «Wenn jemand in meine Praxis einbricht, kann er alles mitnehmen. Den Computer, die Festplatte, die ganzen Patientendaten.» Er hat sämtliche Krankengeschichten elektronisch gespeichert – auf einem Computer, zu dem alle Praxismitarbeiter Zugang haben. Das sind drei weitere Ärzte sowie drei medizinische Praxisassistentinnen. Die Daten sind nicht verschlüsselt gespeichert, einzig ein Passwort schützt den Computer. Was Gloekler auch beunruhigt: «Der Server ist am Netz. Da könnte ein Hacker sicher zugreifen. Mir ist bewusst: Das ist überhaupt nicht ideal.» Er gibt jedoch ebenso unumwunden zu: «Ich bin überfragt, welche guten und günstigen Möglichkeiten es gibt, sich vor Angriffen und Datendiebstahl zu schützen.»

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