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Demo vor der UBS gegen gierige Manager

Vor der UBS-Filiale am Berner Bärenplatz haben am Donnerstagabend 200 bis 300 Personen gegen die «Milliarden-Abzockerei der Banken» protestiert.

An der von Gewerkschaften und rot-grünen Parteien getragenen Veranstaltung prangerten Rednerinnen und Redner die «masslose Gier» der Investmentbanker an. Sie hätten Milliarden von Franken verspekuliert und damit Ersparnisse, Renten und Arbeitsplätze gefährdet.

Zur Rettung der UBS habe der Bundesrat «per Notrecht über Nacht» einen milliardenschweren Rettungsplan für die UBS bereitgestellt. Doch wenn es beispielsweise um die Sicherung der Sozialwerke gehe, habe der Staat angeblich kein Geld, kritisierte Hans-Ueli Scheidegger von der Gewerkschaft Unia.

In der Krise halte der Staat die Wirtschaft am Leben, betonte die Stadtberner Gemeinderätin Regula Rytz (Grünes Bündnis) in ihrer Ansprache. «Die Reichen werden mit Staatshilfe noch reicher und wir zahlen dafür pro Kopf mit 10'000 Franken», spielte sie auf das Rettungspaket des Bundesrates für die UBS an.

Wenn das Parlament die vorgeschlagene «grösste Staatsausgabe aller Zeiten» genehmigen wolle, dann dürften keine Boni mehr an das UBS-Topmanagement oder an Investmentbanker ausbezahlt werden, forderten die Kundgebungsteilnehmer.

Vielmehr müssten die Top-Manager die in den vergangenen Jahren «schamlos abkassierten» Bonuszahlungen zurückzahlen. Weiter forderten sie einen Höchstlohn von maximal 500'000 Franken pro Jahr und ein transparentes Lohnsystem für das Bankpersonal, «ohne Anreize für Abzockerei».

Dass die bis zum Ende der Kundgebung friedliche Veranstaltung vielleicht nicht so lautstark verlief wie anderswo, dürfte vor allem am garstigen, nasskalten Wetter gelegen haben. Zahlreiche Kundgebungsteilnehmer schwenkten jedoch Fahnen und hielten Transparente hoch.

Auf einem war zum Beispiel zu lesen: «Realwirtschaft retten statt Seifenblasen flicken». Am 15. November ist in Zürich eine nationale Kundgebung geplant.

SDA/ase

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