Zum Hauptinhalt springen

Den Falschen geholfen

Der Ständerat bevorzugt auf dem Immobilienmarkt ausländische Investoren.

Meinung

Die Mehrheit des Ständerats hat am Montagabend abgelehnt, eine Lockerung der Lex Koller rückgängig zu machen: Ausländische Investoren dürfen weiterhin Gewerbeliegenschaften kaufen oder Anteile börsenkotierter Immobiliengesellschaften oder -fonds erwerben. Die Frage ist nur: Zu wessen Vorteil hat er es getan?

Ausländerinnen und Ausländer dürfen auch heute Gewerbeliegenschaften oder auch Wohnungen in der Schweiz kaufen. Dies allerdings nur, wenn sie diese selber nutzen und hier Steuern zahlen – dem Bund geht es bei der Lex Koller nicht primär um die Farbe des Passes, er will vielmehr eine Ungerechtigkeit verhindern: Ausländische Investoren, die nicht in der Schweiz steuern, tragen keinen Franken dazu bei, wenn die öffentliche Hand einen Bahnhof, eine Tramlinie oder auch nur einen Park baut. Steigen dadurch aber die Preise ihrer Immobilien, profitieren sie davon – und ziehen den Gewinn ins Ausland ab.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen