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Den Rauchern stinkts - Demo gegen Verbote

Erstmals in der Schweiz sind in St. Gallen Raucher auf die Strasse gegangen, um gegen Rauchverbote in Restaurants zu demonstrieren.

Unter dem Motto «Das stinkt uns» haben in der St. Galler Innenstadt heute Abend rund 150 Raucherinnen und Raucher gegen das Rauchverbot in Gastrobetrieben demonstriert, das am 1. Oktober kantonsweit in Kraft tritt.

Ziel ist friedliches Nebeneinander

Es gehe nicht um die Aushebelung des kantonalen Rauchverbotes für Gastrobetriebe, sondern um ein friedliches Nebeneinander von rauchfreien Betrieben und solchen, in denen das Rauchen erlaubt sei, sagte der Sprecher des Protestzuges, SVP-Stadtparlamentarier Christian Hostettler. Letztere sollten sich auch als solche zu erkennen geben.

So könnten Nichtraucherinnen und Nichtraucher selber entscheiden, in welchem Lokal sie verkehren wollten. In der Gallusstadt und in der Region gibt es inzwischen 25 solcher Gastrobetriebe - vornehmlich Quartierbeizen - die mit einer grossen blauen Tafel unter dem Wirtshausschild darauf aufmerksam machen, dass gequalmt werden darf.

Unklare Situation für Wirte

Das St. Galler Rauchverbot sieht zwar eine Ausnahmebewilligung für geschlossene, nicht bediente Raucherabteile in Gastrobetrieben vor. Aus Wirtekreisen jedoch heisst es, über die Erteilung solcher Bewilligungen sei bisher nichts bekannt. Die Lungen- und Krebsliga St. Gallen hat zudem eine Volksinitiative lanciert, die Ausnahmebewilligungen für Raucherbeizen generell verbieten will.

AP/vin

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