Zum Hauptinhalt springen

Der Alpengraben

Bei der Zweitwohnungs-Initiative zeigte sich gestern ein neues politisches Phänomen: Der «Alpengraben», wie es Bundesrätin Doris Leuthard benannte. Überraschungen gab es aber in Orten wie Kandersteg oder Interlaken.

René Lenzin

Bei der Zweitwohnungs-Initiative kam es gestern zu einem hauchdünnen Entscheid. Für einmal stand dabei nicht das Ständemehr auf der Kippe, sondern das Volksmehr. Am Schluss sagten 50,6 Prozent der Stimmenden Ja zur Begrenzung von Zweitwohnungen, 49,4 Prozent lehnten sie ab. Bei fast 2,3 Millionen abgegebenen Stimmen ergab sich eine Differenz von nur gerade 28 451 Voten. Demgegenüber spricht das Ständemehr eine klare Sprache. Noch bevor alle Kantone ausgezählt waren, stand fest, dass die Initiative diese Hürde nehmen würde. Schliesslich stimmten 13,5 Stände zu, 9,5 lehnten ab. Normalerweise reicht ein solch knappes Ergebnis beim Volksmehr nicht für das Ständemehr.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen