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«Der Ball liegt im Schweizer Feld»

Der deutsche Botschafter Otto Lampe dämpft die Hoffnungen, die mit Merkels Besuch in Bern aufgekommen sind.

Otto Lampe, deutscher Botschafter in Bern: «Die Deutschen lieben die Schweiz und ihre Bewohner.»
Otto Lampe, deutscher Botschafter in Bern: «Die Deutschen lieben die Schweiz und ihre Bewohner.»
flickr/sekfeps

In der Schweiz wird die morgige Dienstreise von Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Bern mit hohen Erwartungen verknüpft. Politiker und Wirtschaftsverbände äusserten gegenüber der BaZ ihre Hoffnung, dass Deutschland für die Schweiz ein verlässlicher Partner sein werde, wenn es bei den Verhandlungen mit der EU um die Umsetzung der Zuwanderungs-Initiative geht. Wird Merkel mit der frohen Kunde in die Bundesstadt kommen, sich für die Schweizer Position einzusetzen?

Diese Erwartungshaltung überrascht mich. Mir ist nicht klar, wie sie zustande kommt. Mir ist bis jetzt noch keine Schweizer Position bekannt. Welche Lösungsvorschläge der Schweizer Bundesrat gegenüber der EU einbringt, ist meines Wissens noch in Abklärung. Zwischen der Schweiz und der EU finden Konsultationen statt. Darüber hinaus sind mir von deutscher Seite keine Aussagen bekannt, wonach man im Zusammenhang mit der Masseneinwanderungs-Initiative ein «verlässlicher Partner» der Schweiz sein werde. Für mich setzt «Verlass» voraus, dass es eine Zusage gibt. Vor diesem Hintergrund passen die beiden Prämissen Ihrer Frage, also Position und Verlass, nicht recht zusammen.

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