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Der BDP fehlt das Profil

Der Anfangskredit ist verbraucht, der Reiz des Neuen verflogen.

Die Wahlschlappe der BDP im Kanton Bern ist mehr als ein Weckruf. Eineinhalb Jahre vor den eidgenössischen Wahlen legt der Verlust von fast der Hälfte der Parlamentssitze die Schwäche der BDP offen. Diese ­erlebte ihren fulminanten Aufstieg als Alternative zur SVP blocherscher Prägung, diente als Auffangbecken für jene, die genug hatten vom rüden Stil der SVP oder aus dieser hinausgeworfen wurden. Dazu kam als Aushängeschild eine unerschrockene Bundesrätin, die allen Anfeindungen ihrer ehemaligen Partei trotzte und die den Atomausstieg unterstützt.

Doch der Anfangskredit ist verbraucht, der Reiz des Neuen verflogen. Nun stellen sich die Wähler die Frage, warum sie die Partei sonst noch wählen sollen. In Bern kamen viele zum Schluss, dass die BDP eine bürgerliche Kraft sei, die ähnlich politisiere wie FDP und SVP. Ein Teil der Wähler wandte sich enttäuscht den Grünliberalen zu, andere kehrten zur SVP zurück. In anderen Kantonen politisiert die BDP etwas weiter links, in der Mitte. Aber auch dort werden ihre Positionen ebenso von anderen vertreten, etwa der zugkräftigeren GLP. Der BDP fehlt das eigene Profil.

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