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Der Dissident von Glattfelden

Hatim Baloch kommt aus Belutschistan, einer Region in Pakistan, wo ein brutaler Bürgerkrieg tobt. Die Schweiz hat sein Asylgesuch abgelehnt. Trotzdem ist er begeistert vom Land.

Er wünscht sich eine Art Schweiz am Arabischen Meer: Hatim Baloch in der St.-Jakobs-Kirche am Stauffacher. Foto: Doris Fanconi
Er wünscht sich eine Art Schweiz am Arabischen Meer: Hatim Baloch in der St.-Jakobs-Kirche am Stauffacher. Foto: Doris Fanconi

Hatim Balochs Laptop enthält ein Massengrab. Hunderte Fotos toter Menschen sind auf der Festplatte gespeichert. Prellungen und Schürfungen entstellen die Leichen, die meisten haben blutverkrustete Löcher in Kopf und Brust – Schusswunden.

Zwischen den Ermordeten, die Baloch durchklickt, plötzlich ein Gruppenfoto: Zehn Männer stehen da, voller Leben, Anfang 20, sie lachen in die Kamera, einer ist Baloch, rundlicher als heute, zehn Jahre jünger. Der Reihe nach beschreibt er, was mit seinen Freunden auf dem Bild passiert ist: tot, ausgewandert, vermisst, tot.

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