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Der erste Kanton stimmt über Burkaverbot ab

Premiere im Tessin: Im Südkanton wird das Stimmvolk über ein Burkaverbot abstimmen. Von einem Verbot wären auch Hooligans oder Mitglieder des linksautonomen Schwarzen Blocks betroffen.

Auch in der Schweiz gibt es ein paar wenige Burkaträgerinnen: Zwei verschleierte Frauen in Genf, August 2010.
Auch in der Schweiz gibt es ein paar wenige Burkaträgerinnen: Zwei verschleierte Frauen in Genf, August 2010.
Keystone

Ein Komitee um den Journalisten Giorgio Ghiringhelli hat über 10'000 Unterschriften für eine Initiative gesammelt, die ein Verschleierungsverbot fordert. Heute deponierte das Komitee die Unterschriften auf der Tessiner Staatskanzlei in Bellinzona. «Es sind sicher über 10'000 Unterschriften zusammengekommen», bestätigte deren Sprecher Carmelo Mazza entsprechende Berichte des «St. Galler Tagblatts» und der «Basler Zeitung».

Für das Zustandekommen der Initiative sind mindestens 10'000 gültige Unterschriften nötig. Genau ausgezählt und geprüft werden die eingereichten Bogen nächste Woche.

Bereits jetzt ein Erfolg

Weil das Verschleierungsverbot eine Verfassungsänderung verlangt, müssen die Stimmbürger darüber abstimmen. Für den Initianten Giorgio Ghiringhelli ist bereits das Zustandekommen der Initiative ein Erfolg: Das «grandiose Resultat» zeige, wie wichtig das Thema der Bevölkerung sei, schreibt er auf seiner Webseite.

Mit dem Verschleierungsverbot hat Ghiringhelli vor allem Burka- und Niqab-Trägerinnen im Visier. Das Verbot solle aber auch andere davon abhalten, ihr Gesicht zu verschleiern, schreibt er: Etwa Hooligans oder Mitglieder des linksautonomen Schwarzen Blocks könnten sich nicht mehr vermummen.

Ghiringhelli orientiert sich mit seinem Volksbegehren am Verschleierungsverbot in Frankreich, das seit dem 11. April in Kraft ist. Der Parteiunabhängige wird von einzelnen Vertretern von Lega, SVP und FDP unterstützt.

SDA/bru

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