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Der falsche Doktor im Bundesamt für Kultur

Urs Staub, Chef der Sektion Museen und Sammlungen im Bundesamt für Kultur, führt einen falschen Doktortitel. Seit 1986 arbeitet er für den Bund, seit 1990 mit falschem Titel – aufgefallen soll das niemandem sein.

Gern gesehener Gast: Urs Staub (l.) unterhält sich an der Biennale 1999 mit Roman Signer und Pipilotti Rist. Foto: Keystone
Gern gesehener Gast: Urs Staub (l.) unterhält sich an der Biennale 1999 mit Roman Signer und Pipilotti Rist. Foto: Keystone

Urs Staub ist ein gern gesehener Gast in der Schweizer Museumsszene. Denn als Chef der Sektion Museen und Sammlungen im Bundesamt für Kultur (BAK) verteilt der 64-jährige Zuger Millionen. Letztes Jahr sprach Staubs Sektion neben dem Unterhalt für bundeseigene Museen zusätzlich 8,4 Millionen Franken für externe Institutionen. So erhielt der Verein Memoriav zur Erhaltung des audiovisuellen Kulturgutes 3,1 Millionen, das Verkehrshaus Luzern 1,6 Millionen oder die Fotostiftung Schweiz 1,2 Millionen. Entsprechend oft ist der umgängliche Staub an kulturellen Anlässen anzutreffen, hält Reden, pflegt Kontakte. Stets wird der Chefbeamte dabei mit dem Titel Dr. phil. vorgestellt, so auch im Staatskalender und auf der Website des BAK. Zudem unterschreibt er seine Briefe so.

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