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Der Fluch der IT-Projekte

Steuerverwaltungs-Chef Urs Ursprung stolpert über das Flop-Projekt Insieme. Doch IT-Projekte, die Hunderte von Millionen verschlingen und dann doch nicht funktionieren, sind nicht selten. Warum nur?

Steuer-Flop: Urs Ursprung, Direktor der Eidgenössischen Steuerverwaltung, wurde suspendiert. Er war verantwortlich für das IT-Projekt Insieme. Schaden bis jetzt: über 15 Millionen Franken.
Steuer-Flop: Urs Ursprung, Direktor der Eidgenössischen Steuerverwaltung, wurde suspendiert. Er war verantwortlich für das IT-Projekt Insieme. Schaden bis jetzt: über 15 Millionen Franken.
Lukas Lehmann, Keystone
Armee-Flop: Ein Führungsinformationssystem hätte es werden sollen, das «FIS Heer» aus der Ära Samuel Schmid. Heute gilt es als Debakel, das nicht funktioniert, bisher 700 Millionen Franken verschlang – und von Bundesrat Ueli Maurer (Bild) entweder mit 80 weiteren Millionen vielleicht gerettet oder gratis beendet wird.
Armee-Flop: Ein Führungsinformationssystem hätte es werden sollen, das «FIS Heer» aus der Ära Samuel Schmid. Heute gilt es als Debakel, das nicht funktioniert, bisher 700 Millionen Franken verschlang – und von Bundesrat Ueli Maurer (Bild) entweder mit 80 weiteren Millionen vielleicht gerettet oder gratis beendet wird.
Peter Schneider, Keystone
Sozial-Flop: Monika Stocker, 1994 bis 2008 Sozialvorsteherin der Stadt Zürich, gab das IT-Projekt «Famoz» in Auftrag. Die Herstellung des Fallmanagement-Programms kostete fast 30 Millionen Franken. Was davon übrig ist, heisst heute «Elusa» – und läuft mehr schlecht als recht. (KEYSTONE/Walter Bieri)
Sozial-Flop: Monika Stocker, 1994 bis 2008 Sozialvorsteherin der Stadt Zürich, gab das IT-Projekt «Famoz» in Auftrag. Die Herstellung des Fallmanagement-Programms kostete fast 30 Millionen Franken. Was davon übrig ist, heisst heute «Elusa» – und läuft mehr schlecht als recht. (KEYSTONE/Walter Bieri)
Walter Bieri, Keystone
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Es hat einen wohlklingenden italienischen Namen: Insieme, zusammen. Das Informatikprojekt hätte die bisher getrennt verlaufende Verarbeitung von Stempel- und Mehrwertsteuer vereinen sollen. Doch «insieme» lief hier kaum etwas, sondern kreuz und quer und nebeneinander her.

Gemäss Bundesanwaltschaft, die inzwischen ermittelt, seien für das 150-Millionen-Franken-Projekt Dutzende praktisch gleichlautende Teilaufträge abgeschlossen worden. Die Steuerverwaltung, so schrieb der «Tages-Anzeiger», habe an einem einzigen Tag drei identische Aufträge unterzeichnet.

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