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«Der Gripen hat die Nase vorn»

Armeechef André Blattmann setzt sich mit Vehemenz für den Gripen ein. Während in der Schweiz noch diskutiert wird, macht Schweden Nägel mit Köpfen.

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«Die bestmögliche Variante»: André Blattmann in Emmen. (17. Januar 2013)
«Die bestmögliche Variante»: André Blattmann in Emmen. (17. Januar 2013)
Keystone

Armeechef André Blattmann ist nach wie vor überzeugt: «Der Gripen ist für die Armee die bestmögliche Variante.» Alle Alternativen seien «Scheinvarianten», sagte er in Emmen, wo im Rahmen des Rüstungsprogramms 2012 der Kampfjet der Wahl nochmals präsentiert wurde.

Mitte November 2012 hatte der Bundesrat die Botschaft zum Rüstungsprogramm 2012 und somit zum Kauf der 22 Gripen-Kampfflugzeuge für 3,126 Milliarden Franken verabschiedet. Seither liegt der Ball beim Parlament, in den März- und Juni-Sessionen 2013 wird es die Botschaft behandeln.

Weil das Rüstungsprogramm 2012 monothematisch zur Beschaffung des Kampfflugzeugs Gripen ist, stand am Medienanlass zur verabschiedeten Botschaft auf dem Militärflugplatz in Emmen LU entsprechend auch der schwedische Kampfjet im Zentrum des Geschehens.

Bestes Kosten-Nutzen-Verhältnis

Laut Armeechef André Blattmann erfüllt der Gripen die militärischen Anforderungen. Und: «Er hat in den entscheidenden Komponenten die Nase vorn.» Zudem weise er klar das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis aus. Bekanntlich seien verschiedene andere Alternativen geprüft worden. Doch diese seien alle «Scheinvarianten», sagte Blattmann.

Thematisiert wurden auch die technischen, finanziellen und terminlichen Risiken, welche bei Beschaffungskosten von über 3 Milliarden Franken bestehen. Jürg Weber, Projektleiter Gripen von armasuisse, stufte diese jedoch als klein bis mittel ein. Und sie seien alle durchaus «vertretbar».

Verläuft der politische Bewilligungsprozess im Laufe des Jahres erfolgreich, so sollen die 22 Gripen-E ab 2015 produziert und zwischen 2018 und 2021 der Schweizer Luftwaffe abgeliefert werden.

Schweden gibt grünes Licht

Noch also gibt es den Gripen E, den die Schweiz erhalten soll, gar nicht. Am Donnerstag stand im Hangar in Emmen aber der zweisitzige Demonstrationsjet Gripen F. Dieser absolvierte trotz Schneefalls einen zehnminütigen Demonstrationsflug. Laut armasuisse-Sprecher Kaj-Gunnar Sievert fliegt der Jet am Samstag nach Schweden zurück.

Positives zu vermelden hatte diesbezüglich der schwedische Botschafter Per Thöresson, der ebenfalls am Medienanlass vertreten war: Die schwedische Regierung habe am Morgen grünes Licht für die Bestellung von 60 Gripen-E gegeben. «Gleichzeitig gab sie auch grünes Licht für die Gripen-E für die Schweiz», sagte er.

Thöresson betonte aber, dass die schwedische Regierung die Schweiz mit diesem Entscheid nicht unter Druck setzen wolle. Er versicherte: «Sagt die Schweiz Nein zum Gripen, dann trägt der schwedische Staat die Kosten.»

(SDA)

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