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Der grosse Kampf

Beim Hildebrand-Prozess fällt heute das Urteil. Wer dabei fehlte, war der Namensgeber selbst. Wie steht sein Fall? Kein Nationalbankchef fightete wie er, keiner fiel wie er.

MeinungConstantin Seibt
Ein Nationalbankchef, der undenkbar war, bevor er als solcher gewählt wurde: Philipp Hildebrand. Foto: Gianluca Colla (Bloomberg)
Ein Nationalbankchef, der undenkbar war, bevor er als solcher gewählt wurde: Philipp Hildebrand. Foto: Gianluca Colla (Bloomberg)

Am Ende gab es keinen Prozess gegen Philipp ­Hildebrand. Schlicht, weil beim Gesetz gegen Insiderhandel kein Jurist daran gedacht hatte, Devisentransaktionen in den Katalog zu schreiben. ­Niemand hatte sich vorstellen können, dass je ein Nationalbanker unter Verdacht geraten würde.

Tatsächlich war ein Nationalbanker wie Philipp Hildebrand fast unvorstellbar, bevor er 2003 gewählt wurde. Zuvor waren nur Leute infrage ­gekommen, die Seriosität gleich doppelt ausstrahlten: durch Lebenslauf und Langeweile.

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