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Der Gute sieht das Böse nicht

Serge Gaillard, Chef der Eidgenössischen Finanzverwaltung und Ex-Gewerkschaftsführer, steht wegen Informatikaffären unter Druck. Ein ZAS-Mitarbeiter hat ihn gar wegen Amtsmissbrauchs angezeigt.

Hatte Serge Gaillard nur Pech?
Hatte Serge Gaillard nur Pech?
Gaëtan Bally, Keystone

Die Wende kommt unerwartet. Im Juli 2012 präsentierte Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf Serge Gaillard als neuen Chef der Eidgenössischen Finanzverwaltung. Die Finanzministerin und Gaillard strahlten vor versammelter Presse um die Wette. Beide mit gutem Grund: Der ehemalige Spitzengewerkschafter hatte sich in fünf Jahren von der Leitung der Direktion für Arbeit innerhalb der Bundesverwaltung zu einem Prestigeposten emporgearbeitet. Die Bundesrätin wiederum hatte sich die Dienste eines rhetorisch beschlagenen, blitzgescheiten Ökonomen gesichert, der zwar linken Wirtschaftstheorien anhängt, bei dem sie aber sicher sein konnte, dass er ihre Entscheide loyal umsetzt.

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