Zum Hauptinhalt springen

Der «Klassenletzte» und seine Mühe mit den Rückschaffungen

Die Waadtländer Behörden verpassen oft die Frist zur Rückschaffung von Asylsuchenden in andere Dublin-Staaten. Die von rechts als lasch kritisierte Praxis hat eine lange Tradition.

Zum zweiten Mal in Folge campieren Asylsuchende auf dem Hof eine Notschlafstelle: Ein Mann betritt das Gelände des Sleep-in in Renens. (5. August 2015)
Zum zweiten Mal in Folge campieren Asylsuchende auf dem Hof eine Notschlafstelle: Ein Mann betritt das Gelände des Sleep-in in Renens. (5. August 2015)
Christian Brun, Keystone

Die Schweiz muss heute viele Asylgesuche gar nicht behandeln. Wegen des Dublin-Abkommens ist für Asylsuchende jener Staat zuständig, in den diese zuerst eingereist sind. So konnte die Schweiz im zweiten Quartal 1103 Asylsuchende in andere Dublin-Länder überstellen. Umgekehrt musste die Schweiz nur 100 Personen aus anderen Staaten übernehmen, wie die neuste Asylstatistik zeigt (siehe Grafik unten).

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.