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Der Mann, der sich zu Tode hungerte

Im April starb erstmals in der Schweiz ein Häftling nach einem Hungerstreik. Wer war der Mann, der so seine Freilassung erzwingen wollte? Und warum ging er dabei rigoroser vor als alle anderen vor ihm?

Simone Rau
In der Sicherheitsabteilung der Strafanstalt Bostadel in Menzingen ZG entschloss sich der Häftling Martin Tobler* zu seinem Hungerstreik.
In der Sicherheitsabteilung der Strafanstalt Bostadel in Menzingen ZG entschloss sich der Häftling Martin Tobler* zu seinem Hungerstreik.
Dominique Meienberg

Am 13. April 2013 trifft der Seelsorger Peter Schmucki* den Häftling Martin Tobler* zum letzten Mal. 37 oder 38 Kilogramm wiegt Tobler noch, er ist zu schwach, um sich von seinem Bett zu erheben, und doch hat er während des Gesprächs im Kantonsspital Baar ein Lächeln auf den Lippen, wie Schmucki erzählt. Die Männer sprechen nicht mehr über den Hungerstreik, den Tobler Mitte Januar begonnen hat, um seine Freilassung aus dem Gefängnis zu erzwingen. Sie sprechen auch nicht mehr über die von ihm unterzeichnete Patientenverfügung, die die Zuger Behörden respektieren. Schmucki merkt, dass sein einstiger Pflegesohn dem Tod nahe ist.

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