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Die Regierung soll den Bundesanwalt wählen

Das Parlament ist die falsche Wahlbehörde für den obersten Strafverfolger.

Wenn die Parlamentarier mit Michael Laubers Arbeit unzufrieden sind, können sie ihn aus dem Amt jagen – auch wenn ihm keine Fehler nachzuweisen sind.
Wenn die Parlamentarier mit Michael Laubers Arbeit unzufrieden sind, können sie ihn aus dem Amt jagen – auch wenn ihm keine Fehler nachzuweisen sind.
Gabriele Putzu, Keystone

Er ist ein Meister der Kommunikation, doch die hilft ihm jetzt wenig: Bundesanwalt Michael Lauber steht in der öffentlichen Kritik, und die ist scharf. Gestern hat sich die Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft (BA) mit der Strafanzeige befasst, die der Financier Dieter Behring gegen Lauber eingereicht hatte. Behring wirft dem Bundesanwalt falsche Zeugenaussage vor. Heute wird die Behörde über das weitere Vorgehen informieren. Zudem überprüft sie die Vergabepraxis der BA, nachdem Filzvorwürfe laut geworden sind. Schliesslich hat einer der im letzten Jahr von Lauber entlassenen Staatsanwälte öffentlich mit ihm abgerechnet. «Der Bundesanwalt macht seine Arbeit nicht», sagte der Genfer Félix Reinmann letzte Woche am Westschweizer Radio. Es sei an der Zeit, bei der BA «aufzuräumen».

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