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Der Professor hat genug vom Einbürgerungs-Theater

Der ehemalige ETH-Professor Irving Dunn verzichtet nun doch auf eine Einbürgerung in Einsiedeln SZ. Er ist enttäuscht von einem Brief, den er kürzlich erhalten hat.

Wurde nach 38 Jahren nicht eingebürgert: Iving Dunn in der Nähe von Einsiedeln.
Wurde nach 38 Jahren nicht eingebürgert: Iving Dunn in der Nähe von Einsiedeln.
Sabina Bobst, Keystone

Professor Irving Dunn will sich nicht mehr einbürgern lassen. Wie die «Schweiz am Sonntag» berichtet, hoffte Dunn bis zuletzt auf erfreuliche Post der Einsiedler Behörden. Doch der Brief, den er vor wenigen Tagen erhielt, war ernüchternd.

Ein neues Einbürgerungsverfahren koste fast gleich viel wie das erste, hiess es darin. Deshalb zieht Dunn einen Schlussstrich. «Ich werde kein neues Gesuch stellen», sagt gegenüber der «Schweiz am Sonntag».

Mini-Rabatt

Die gescheiterte Einbürgerung des Amerikaners, der seit 39 Jahren mit seiner Familie in Einsiedeln SZ wohnt, sorgte im Oktober für landesweite Schlagzeilen. Der Bezirk Einsiedeln lehnte Dunns Einbürgerung mit der Begründung ab, er sei zu wenig integriert. Ausserdem fehle ihm das nötige Wissen über die Schwyzer und Einsiedler Geografie und Politik.

500 Franken Rabatt würde ihm Einsiedeln im zweiten Verfahren gewähren. Die Kosten beliefen sich somit auf 3100 Franken statt der üblichen 3600. Noch immer zu viel für Dunn, der sich ungerecht behandelt fühlt. «Der Bezirk kommt mir fast nicht entgegen.»

Dunn sieht Schuld bei «einigen lokalen Politikern»

Nach dem grossen Medienecho stellten die Behörden ein erleichtertes Verfahren in Aussicht. Ein neues Einbürgerungsgesuch wäre sofort möglich und würde wohl nicht das ganze Prozedere nach sich ziehen, hiess es.

Die 500 Franken Rabatt sieht Dunn nicht als echten Annäherungsversuch. «Ich glaube, einige lokale Politiker halten es nicht für wünschenswert, dass ich Bürger von Einsiedeln werde», sagt der 76-Jährige.

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