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Das ist der richtige Entscheid

Mit ihrem angekündigten Rückzug erweist Eveline Widmer-Schlumpf dem Land einen Dienst.

MeinungDaniel Foppa

Eveline Widmer-Schlumpfs heutige Ankündigung erfolgte so wie ihre Wahl: überraschend, aber folgerichtig. Überraschend, weil sie die Öffentlichkeit bis zuletzt im Unklaren liess, ob sie sich der Wiederwahl stellen würde. Folgerichtig, weil sie zum Schluss gekommen war, dass sie das neue Parlament nicht mehr im Amt bestätigen würde. Zu stark haben ihre Gegner im SVP-FDP-Block zugelegt, zu ausgeprägt waren in den letzten Tagen die Absetzbewegungen aus den Mitteparteien und sogar aus den eigenen Reihen. Wer sich unter diesen Vorzeichen einer Wiederwahl stellt, geht ein unkalkulierbares Risiko ein. Das aber passte nicht zur Finanzministerin.

Unter ähnlichen Umständen hatte sich vor acht Jahren ihre Wahl abgespielt: Die damalige SVP-Frau liess alle bis zuletzt im Ungewissen – bis sie nach einem Tag Bedenkzeit Annahme der Wahl erklärte. Ihre Wahl war folgerichtig, weil sich Justizminister Christoph Blocher während seiner Amtszeit zu oft nicht an die Erfordernisse eines konkordanten Regierungssystems gehalten hatte. Und das Parlament ihn deshalb zu Recht nicht im Amt bestätigte.

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