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Der schnell Gereizte

Der gewiefte Genfer Anwalt Christian Lüscher hat keine Hemmungen, auch im Bundeshaus für seine Klienten aus Potentatenkreisen zu weibeln. Zur Kritik an seinem Vorgehen sagt er nichts.

Blitzgescheit und wortgewandt: Anwalt und FDP-Nationalrat Christian Lüscher. Foto: Patrick Lüthy (EQ Images)
Blitzgescheit und wortgewandt: Anwalt und FDP-Nationalrat Christian Lüscher. Foto: Patrick Lüthy (EQ Images)

Den Deal für seinen Klienten Abba Abacha, Sohn des 1998 verstorbenen nigerianischen Potentaten Sani Abacha, hätte der Genfer Anwalt, Nationalrat und FDP-Vizepräsident Christian Lüscher am liebsten unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgeschlossen. Der Zeitpunkt war ideal. Nigerias Machthaber Goodluck Jonathan war Anfang Jahr mitten im Präsidentschaftswahlkampf und auf gute Nachrichten angewiesen. Also stellten ihm Lüscher und andere Anwälte in Aussicht, 1,1 Milliarden Dollar Staatsvermögen repatrieren zu können, das nach Sani Abachas Tod im Ausland blockiert war. Konkret: Abba Abacha und sein Bruder verzichteten auf das von ihrem Vater gehortete Geld, aber Jonathan müsse von jeglicher Strafverfolgung absehen und Abba Abacha wieder ins Land einreisen lassen.

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