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Der Standort Schweiz lockt die Mafia

Das Bundesamt für Polizei warnt eindringlich vor den Aktivitäten der kalabresischen ’Ndrangheta in der Schweiz. Die Ermittlungen im bisher grössten Mafia-Fall verzögern sich allerdings.

Nur noch eine Nummer: Ein Bestattungsunternehmer neben zwei Mafia-Opfern in einem Vorort von Neapel.
Nur noch eine Nummer: Ein Bestattungsunternehmer neben zwei Mafia-Opfern in einem Vorort von Neapel.
Keystone

«Keine Regierung der Nachkriegszeit hat so viel gegen organisierte Kriminalität unternommen wie wir», lobte sich der italienische Innenminister Roberto Maroni kürzlich am Treffen seiner Partei Lega Nord im bergamaskischen Pontida. Zum grossen Schlag gegen die kalabresische ’Ndrangheta, die als mächtigste kriminelle Organisation der Welt gilt, hat die Polizei vor einem Jahr ausgeholt. Sie verhaftete über 300 mutmassliche Mitglieder der ’Ndrangheta, darunter Domenico Oppedisano, den Boss der Bosse. Im gestern vorgestellten Jahresbericht 2010 bestätigt das Bundesamt für Polizei (Fedpol) die Erfolge der italienischen Kollegen: Zwischen Frühjahr 2008 und Herbst 2010 hätten diese im Kampf gegen die Mafia «mehr als 6500 Personen verhaftet und Vermögenswerte in der Höhe von rund 18 Milliarden Euro beschlagnahmt», heisst es im Bericht.

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