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«Der Wähler hat kein ‹Recht› auf ein gewisses Politikerverhalten»

SVP-Nationalrätin Natalie Rickli verlängert ihre Burn-out-Auszeit. Aber wann wird eine Auszeit zu lang? Der Berner Politologe Marc Bühlmann über die Schweizer Polittradition in Sachen Krankschreiben.

Es dauert nun doch länger: SVP-Nationalrätin Natalie Rickli sagt, dass sie bis 2013 braucht, um sich von ihrem Burn-out zu erholen. (Foto: 23. Oktober 2011 im SF-Wahlstudio)
Es dauert nun doch länger: SVP-Nationalrätin Natalie Rickli sagt, dass sie bis 2013 braucht, um sich von ihrem Burn-out zu erholen. (Foto: 23. Oktober 2011 im SF-Wahlstudio)
Walter Bieri, Keystone

Herr Bühlmann, Natalie Rickli verlängert ihre Auszeit. Sie spricht offen davon, dass sie nun doch bis 2013 brauche, um sich von ihrem Burn-out zu erholen. Ziemlich speziell für die Schweizer Parlamentsgeschichte, oder?

Tatsächlich kenne ich keinen ähnlich gelagerten Fall. In der Exekutivgeschichte gab es schon hin und wieder sehr lange Ausfälle. Zu Beginn des Bundesstaats war es gang und gäbe, dass gewählte Regierungs- und Bundesräte so lange wegblieben, bis sie wieder gesund waren. Es war auch ganz normal, dass sie im Amt starben, weil das ihr Job war und die beruflichen Aussichten für ausgeschiedene Politiker nicht immer sehr rosig aussahen.

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