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Deutsche Grüne droht Ignaz Bearth mit Anzeige

Ein falsches Zitat der deutschen Grünen-Politikerin Renate Künast sorgt in Deutschland für Aufregung. Urheber ist der Schweizer Rechtspopulist Ignaz Bearth.

Er konnte an Pegida-Veranstaltungen Reden halten. Doch dann verkrachte er sich mit Pegida-Chef Lutz Bachmann.
Er konnte an Pegida-Veranstaltungen Reden halten. Doch dann verkrachte er sich mit Pegida-Chef Lutz Bachmann.
Sebastian Kahnert, Keystone

Ein in den sozialen Medien verbreitetes Zitat der deutschen Grünen-Politikerin Renate Künast sorgt für Aufregung im Netz. Die Aussage, die Künast angeblich zum Mord der 19-jährigen Studentin in Freiburg in der «Süddeutschen Zeitung» gemacht haben soll, ist frei erfunden. «Ich habe eine solche Äusserung nicht getätigt», schreibt die Bundestagsabgeordnete auf Facebook und bezeichnet den Fake als «unverschämt».

Urheber des Zitats ist offenbar der Schweizer Ignaz Bearth. Der ehemalige Gründer und Sprecher der Pegida Schweiz hat das Foto von Künast mit dem Zitat am Sonntag, 4. Dezember auf Facebook gepostet. Dort wurde es mehr als 5000-mal geteilt. Nach zahlreichen Interventionen der «Süddeutschen Zeitung», von Künast selbst und Facebook-Nutzern wurde der Post am Dienstagmorgen gelöscht.

Aus Pegida-Bewegung hinausgeworfen

Künast hat gedroht, Strafanzeige gegen den Urheber einzureichen. Es wäre nicht seine erste, im März dieses Jahres wurde er wegen «Zuwiderhandlung des Kundgebungsreglements» verurteilt. In diesem Fall musste er 700 Franken zahlen. Bei Künast könnte dies deutlich teurer werden.

Aber Bearth scheint die Auseinandersetzung zu suchen. So hat er sich in den rechtspopulistischen Kreisen ein Ansehen geschaffen und konnte an zahlreichen Pegida-Anlässen in Dresden und anderen deutschen Städten ans Rednerpult treten. Doch bald schon kam es zum Konflikt mit dem deutschen Lutz Bachmann, Pegida-Anführer aus Dresden. Im März wurde Bearth dann aus der Pegida-Bewegung ausgeschlossen.

Artikel übernommen und gekürzt von «20 Minuten»/ann.

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