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Die 500'000-Dollar-Frage

Philipp Hildebrand und die «Weltwoche» widersprechen sich in einem Punkt fundamental. Wer hat der Bank Sarasin den Auftrag gegeben?

Hat Philipp Hildebrand den umstrittenen Kauf von 500'000 Dollar selber in Auftrag gegeben, oder war es seine Frau? Die Frage ist eigentlich nebensächlich, denn das SNB-Reglement verlangt in beiden Fällen eine Zustimmung der Compliance-Stelle. Trotzdem ist sie zum zentralen Punkt in der Geschichte avanciert. Denn entweder lügt er, der Präsident der Schweizerischen Nationalbank, oder die nicht genannten Quellen der «Weltwoche» sind falsch.

Die Wirtschaftsprüferin PricewaterhouseCoopers, die von der Nationalbank mit der Untersuchung des umstrittenen Devisenhandels betraut wurde, schreibt im gestern veröffentlichten Gutachten: «Aus dem uns vorliegenden E-Mail-Verkehr geht hervor, dass PMH (so lautet das Kürzel von Philipp Hildebrand im Bericht, Anm. der Redaktion) keine Kenntnisse dieser Transaktion hatte. In einem E-Mail vom 16. August 2011 an den Kundenbetreuer der Bank stellte PMH klar, dass Devisengeschäfte künftig nur durchgeführt werden können, wenn der Auftrag von PMH selbst kommt oder PMH einen solchen Auftrag bestätigt – dies aus Compliance-Gründen.» Kashya Hildebrand äusserte sich Anfang Woche entsprechend in der Sendung «10vor10»: Sie selber habe den Devisenkauf in Auftrag gegeben, weil der Dollar lächerlich günstig gewesen sei, sie habe sich dabei wohl gefühlt.

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