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«So werden wir nie eine Abstimmung gewinnen»

Tiana Moser, Nationalrätin und Fraktionspräsidentin, spricht an der Delegiertenversammlung der Grünliberalen Partei Schweiz am Samstag in Spiez. (Keystone/Peter Schneider)

Frau Moser, hatten Sie gute Reaktionen auf Ihre europäische Liebeserklärung, die sie am Samstag an der Delegiertenversammlung der Grünliberalen gehalten haben?

Sie sagen, es war der «richtige Zeitpunkt». Wieviel Taktik steckt in Ihrem europäischen Bekenntnis?

Also doch Taktik.

Das ist jetzt etwas einseitig, Frau Moser. Die EU bockt in den entscheidenden Punkten doch genau so.

Also sind die Grünliberalen bereit, die flankierenden Massnahmen zu opfern?

Die technische Frage ist das eine. Entscheidender ist doch vielmehr, ob die Schweizer Lohnschutzmassnahmen künftig vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) kontrolliert werden.

Es ist doch kein Detail, ob die Lohnschutzmassnahmen vom EuGH kontrolliert werden.

Versuchen wir es bei anderen Details: Was halten Sie von der Unionsbürgerschaft? Die EU beharrt darauf, die Schweiz wehrt sich dagegen.

Und falls doch?

Sie möchten «mehr Europa wagen», Frau Moser, doch immer wenn es konkret wird, kneifen Sie.

Trotzdem ein letzter kritischer Punkt: Soll die EU künftig bei den staatlichen Beihilfen, beispielsweise für Banken oder Elektrizitätswerke, mitreden können?

Geht doch! Noch einmal zurück zur Taktik: Bei einem schnell verhandelten Rahmenabkommen ist die Wahrscheinlichkeit einer Niederlage an der Urne recht gross. Wäre der Schaden so nicht viel grösser, als wenn man noch etwas zuwartet?