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«Die Aussagen zeugen von wenig Empathie»

Die Medikamententests an Kindern ab den 1950er-Jahren waren nicht gefährlich, sagen zwei Thurgauer Ärzte. Ein Rückschlag für die Bemühungen von Bundesrätin Sommaruga – und für die Betroffenen.

Verstarb im Jahr 2005: Roland Kuhn (l.) führte in der Psychiatrischen Klinik Münsterlingen (r.) Medikamententests an Erwachsenen und Kindern durch.
Verstarb im Jahr 2005: Roland Kuhn (l.) führte in der Psychiatrischen Klinik Münsterlingen (r.) Medikamententests an Erwachsenen und Kindern durch.
«Kuhn hat Substanzen getestet, die nicht gefährlich waren»: Der frühere Thurgauer Kantonsarzt Alfred Muggli.
«Kuhn hat Substanzen getestet, die nicht gefährlich waren»: Der frühere Thurgauer Kantonsarzt Alfred Muggli.
Screenshot TVO
...im Jahr 1961.
...im Jahr 1961.
zvg
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Die Betroffenheit war ihr anzusehen, als Simonetta Sommaruga am 11. April 2013 ans Mikrofon trat: «Für das Leid, das Ihnen angetan wurde, möchte ich mich im Namen der ganzen Landesregierung aufrichtig und von ganzem Herzen entschuldigen.» Diese Worte galten den Opfern von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen. Jenen Menschen, die als Kind verdingt, zwangssterilisiert, grundlos eingesperrt oder zwangsmediziert wurden. Für die Betroffenen waren die Worte der Bundesrätin eine Genugtuung. Ein Zeichen, dass die Schweiz offiziell anerkennt, was man ihnen angetan hat.

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