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Die Aussenseiterin geniesst am meisten Kredit

Wenn es um Wirtschaftsfragen geht, setzt das Volk laut einer Umfrage auf die Mitteparteien. SVP-Protagonisten schneiden besonders schlecht ab. Insgesamt wurden 15 Namen bewertet.

Welcher Person trauen Sie in der Finanzkrise? (Von links oben im Uhrzeigersinn) Philip Hildebrand, Eveline Widmer-Schlumpf, Christian Levrat, Christophe Darbellay, Fulvio Pelli, Toni Brunner.
Welcher Person trauen Sie in der Finanzkrise? (Von links oben im Uhrzeigersinn) Philip Hildebrand, Eveline Widmer-Schlumpf, Christian Levrat, Christophe Darbellay, Fulvio Pelli, Toni Brunner.
Keystone

Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf trauen die Teilnehmenden an einer Umfrage des «SonntagsBlicks» am meisten zu, das Problem des starken Frankens zu lösen. 1002 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte aller Altersklassen in der Deutsch- und Westschweiz beantworteten dem Meinungsforschungsinstitut Demoscope folgende Frage: «Welcher Person trauen Sie wie stark zu, dass sie die Probleme rund um das Thema Wirtschaft und Frankenstärke in einer guten Art lösen kann?» 15 Namen standen auf einer vorgegebenen Liste.

Resultat: Die Mitteparteien sowie Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand (Platz zwei) schneiden am besten ab. Allen voran steht Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf. Mit einer Note von 5,99 auf einer Skala von 0 (traue «überhaupt nicht» zu ) und 10 (traue «sehr» zu) liegt die BDP-Bundesrätin an der Spitze.

Polparteien mit wenig Kredit

Hinter Hildebrand mit Note 5,81 folgt auf Platz drei der in letzter Zeit oft kritisierte Volkswirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann. Der FDP-Bundesrat wurde mit 5,50 bewertet. Hinter ihm figurieren mit FDP-Präsident Fulvio Pelli, FDP-Nationalrat Ruedi Noser und CVP-Präsident Christophe Darbellay weitere Vertreter der Mitteparteien.

Beste Exponentin einer Polpartei ist SP-Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer auf Platz sieben. Ihre Note: 4,76. Damit schlägt sie ihren Parteipräsidenten Christian Levrat um einen Rang. Auf den weiteren Plätzen folgen BDP-Präsident Hans Grunder, Grünen-Präsident Ueli Leuenberger und Preisüberwacher Stefan Meierhans.

Schlusslicht Toni Brunner

Das Schlusslicht bilden die Vertreter der SVP. Mit 4,45 schneidet Alt-Bundesrat und Ständeratskandidat Christoph Blocher noch am besten ab. Schlechter bewertet wurde SVP-Fraktionschef Caspar Baader, der noch von CVP-Nationalrat Pirmin Bischof überholt wurde. Und auf dem letzten Platz landet SVP-Präsident Toni Brunner. Seine Note: 3,93. Im Interview mit dem «SonntagsBlick» sagte Brunner, er nehme solche Umfragen nicht ernst.

Das Resultat der Umfrage dürfte auch Anti-SVP-Reflexe zum Ausdruck bringen. So schneidet etwa Christoph Blocher bei den eigenen Parteianhängern mit einer Note von 7,04 ab. Sympthisanten der SP geben dem Schreckgespenst der Linken jedoch nur eine 3,08.

SDA/rub

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