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Die Autoverbände wollen Gas geben

Sämtliche Kantone lehnen den von Verkehrsministerin Doris Leuthard geforderten höheren Vignettenpreis ab. Gegensätzliche Lager reklamieren den Sieg für sich. Die Autolobby glaubt, sie habe mehr Rückenwind.

Selten ergeht es einer Behördenvorlage so bös: 60,5 Prozent der Stimmenden haben sich gestern gegen einen Preisaufschlag bei der Autobahnvignette ausgesprochen. In keinem einzigen Kanton gab es ein Ja. Selbst Neuenburg, das wegen zweier Ausbauprojekte (Le Locle und La Chaux-de-Fonds) am meisten profitiert hätte, lehnte den Aufpreis ab – wenn auch von allen Kantonen am knappsten, mit 50,6 Prozent. Am anderen Ende der Skala findet sich Freiburg, wo die Vorlage mit fast 70 Prozent abgeschmettert wurde.

Der Preis für den Aufkleber, der zur Fahrt auf der Autobahn berechtigt, ­beträgt damit weiterhin nur 40 statt 100 Franken. Der Volksentscheid hat auch zur Folge, dass der sogenannte Netzbeschluss entfällt. Dieser hätte rund 400 Kilometer Strasse in die Obhut des Bundes gebracht; zudem beinhaltete er ­einige Ausbauprojekte.

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