Zum Hauptinhalt springen

Die Berater-Industrie sitzt auch im Parlament

Volksvertreter, die als PR-Berater arbeiten, müssen ihre Kundenliste nicht offenlegen. Allfällige Interessenkonflikte bleiben so geheim.

Wo sich Politiker und Interessenvertreter guten Tag sagen: Die Wandelhalle im Bundeshaus.
Wo sich Politiker und Interessenvertreter guten Tag sagen: Die Wandelhalle im Bundeshaus.
Gaëtan Bally, Keystone

Lobbyarbeit ist ihr Beruf. PR-Berater weibeln vor und hinter den Kulissen für ihre Kunden. Keine Berufsgruppe wird von den National- und Ständeräten bei der Vergabe der begehrten Zutrittsbadges für die Wandelhalle stärker berücksichtigt. Doch die Berater-Industrie sitzt auch im Parlament selber. Mit SVP-Nationalrat Gregor Rutz, der den zurückgetretenen Bruno Zuppiger ersetzt, erhält die Fraktion der PR-Berater in den eidgenössischen Räten bald Zuwachs. Rutz führt in Küsnacht eine Agentur. Das Unternehmen unterstützt laut Handelregistereintrag Privatpersonen und Firmen bei der Öffentlichkeitsarbeit, übernimmt die Werbung, besorgt die Geschäftsführung von Verbänden und berät «politische Instanzen».

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.