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Die besseren Verhandler

Drei Trümpfe hat die Schweiz noch.

Sagt, sie hätte ein besseres Abkommen mit der EU ausgehandelt: SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher. Foto: Bruno Schlatter
Sagt, sie hätte ein besseres Abkommen mit der EU ausgehandelt: SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher. Foto: Bruno Schlatter

Nach der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative wollte die FDP 2014 Christoph Blocher zu Verhandlungen nach Brüssel schicken. Jetzt stellt sich sogar ein Trio zur Verfügung, um das Rahmenabkommen neu auszuhandeln: Blochers Tochter und SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher, der Gewerkschafter und SP-Nationalrat Adrian Wüthrich sowie der Gewerbeverbandsdirektor und FDP-Nationalrat Hans-Ulrich Bigler.

Die drei bestritten eine Podiumsdiskussion über die Beziehungen der Schweiz zur EU. Zuvor hatte Staatssekretär und Chefunterhändler Roberto Balzaretti dargelegt, was im Abkommenstext eigentlich steht – und wie es ausgehandelt wurde. «Hätten Sie ein besseres Abkommen ausgehandelt als Staatssekretär Balzaretti?», fragte der Moderator zum Einstieg. Magdalena Martullo antwortete – nicht ganz unerwartet – mit «Ja», doch auch Wüthrich und Bigler gaben sich überzeugt, mehr herauszuholen als die Schweizer Delegation. «Und welche Schulnote geben sie dem Verhandlungsergebnis?», fragte der Moderator. «Null», kam prompt von der Dame in der Mitte. «Drei», also immer noch ungenügend, antworteten die beiden Herren.

Die Politiker gaben sich überzeugt, dass man mit der EU reden könne – und müsse. Angesichts der Ablehnung weiterer Verhandlungen durch Brüssel sei das doch «Wunschdenken», fand der Moderator. Worauf Frau Martullo trotzig zurückgab: «Wunschdenken ist auch ein schönes Denken.»

Man denkt sich unweigerlich: «You dreamer du!» Aber klar doch: Martullo, Bigler und Wüthrich – das Dreamteam der Nachverhandlungen.

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