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Die Bürgerlichen benutzen die Bundesrätin als Sündenbock

Eveline Widmer-Schlumpf treibe den automatischen Informationsaustausch voran, sagen FDP und SVP. Der Vorwurf leuchtet nicht ein. Die Analyse.

Im Fokus von SVP und FDP: Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf.
Im Fokus von SVP und FDP: Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf.
Keystone

Glaubt man FDP-Präsident Philipp Müller, erlaubt sich Eveline Widmer-Schlumpf Ungeheuerliches. Die BDP-Bundesrätin forciere schon seit Februar den automatischen Informationsaustausch (AIA) in Steuerfragen und hintertreibe so «systematisch» die offizielle Position des Bundesrats. Dieser preist nämlich nach aussen immer noch die Abgeltungssteuer an, um das Geschäft mit unversteuertem Geld zu unterbinden. Auch die «Neue Zürcher Zeitung» wählt dramatische Worte: Widmer-Schlumpf säe «Zwietracht», spiele mit «gezinkten Karten», sei «unkollegial» und eine «Sololäuferin». Ähnlich äussern sich prominente SVP-Politiker.

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