Zum Hauptinhalt springen

Die Eritreer – Wirtschaftsflüchtlinge oder politisch Verfolgte?

Die SVP läutet den Wahlkampf mit einer Offensive gegen eritreische Flüchtlinge ein. Die Partei macht sich zunutze, dass jüngst zweideutige Berichte aus dem Land publik wurden.

Hat bereits eine lange Reise hinter sich: Ein eritreisches Mädchen wartet in Italien inmitten einer Gruppe von Migranten auf die Weiterreise Richtung Norden.
Hat bereits eine lange Reise hinter sich: Ein eritreisches Mädchen wartet in Italien inmitten einer Gruppe von Migranten auf die Weiterreise Richtung Norden.
Keystone

Es ist Hochsommer, und in der flirrenden Hitze sind auch die Gemüter erhitzt. Zumindest in der SVP: Die Aargauer Nationalrätin Sylvia Flückiger-Bäni regt sich auf. Im aktuellen Newsletter ihrer Partei kritisiert sie, dass die Schweiz zwischen 2010 und 2014 insgesamt 62'000 Auslandreisen für vorläufig Aufgenommene bewilligt habe. Vor allem Eritreer und Somalier hätten davon Gebrauch gemacht – um im Heimatland Verwandte zu besuchen oder Ferien zu machen, ist Flückiger-Bäni überzeugt. Wer die humanitäre Tradition der Schweiz derart «mit Füssen trete», der müsse «mit einem einfachen Flugticket zurück nach Eritrea» geschickt werden.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.