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«Die EU hat Mühe, ihre Schäfchen im Zaum zu halten»

Die OECD lobt die Schweizer Steuerabkommen – die EU übt Kritik. An wen soll sich die Schweiz halten? Politikwissenschaftler Dieter Ruloff gibt Auskunft.

Simon Schmid
Europäische Länder wollen Steuerhinterziehung im Ausland verfolgen: Schliessfächer in einer Filiale der Credit Suisse.
Europäische Länder wollen Steuerhinterziehung im Ausland verfolgen: Schliessfächer in einer Filiale der Credit Suisse.
Keystone

Herr Ruloff, wer ist für die Schweiz in Steuerfragen wichtiger: die OECD oder die EU? Die Orientierung an der OECD ist für die Schweiz momentan der einzige Weg. Bilaterale Verhandlungen mit der EU wären eine langwierige Angelegenheit: Die EU-Kommission müsste ihre Verhandlungsergebnisse erst bei den Mitgliedsländern beliebt machen, danach müssten die EU-Länder ein Abkommen mit der Schweiz im Ministerrat einstimmig annehmen, das dann in allen EU-Staaten auch noch zu ratifizieren wäre.

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